Symposium „Frauen gestalten Zukunft – selbstständig, sichtbar, verantwortungsvoll“ BDA Hamburg

Mit dem Symposium und der begleitenden Ausstellung „Architektinnen. BDA Hamburg“ beteiligte sich der Bund Deutscher Architekt:innen Hamburg am bundesweiten Festival Women in Architecture 2025. Das Symposium behandelte in zwei Diskussionsrunden die Themen Sichtbarkeit, Gleichstellung und neue Ansätze in der Architektur.

Donnerstag, 26. Juni 2025, 16 Uhr
Kesselhaus HafenCity, Am Sandtorkai 30, 20457 Hamburg

Im ersten Panel beschrieben Julia Erdmann (Architektin BDA – JES Socialtecture), Jette Cathrin Hopp (Snøhetta), Senatorin Karen Pein (Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen), Annabelle von Reutern (Architektin BDA a.o. – TOMAS Transformation of Material and Space) und Prof. Gesine Weinmiller (Architektin BDA – HafenCity Universität Hamburg (HCU) / Weinmiller Großmann Architekten BDA) anhand ihrer eigenen Biografien inspirierende Werdegänge.

Weibliche Vorbilder in allen Bereichen, die große Bedeutung von Netzwerken und Mentoring-Programmen werden als essentiell herausgestellt, um Frauen in ihrem Handeln zu bestärken und strukturelle Hürden zu überwinden. Ganz ohne Mut und Leidenschaft geht es in Führungspositionen jedoch nicht.

Im zweiten Panel diskutierten Dr. Sandra Schuster (Technische Universität München), Nadja Stachowski (gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner), Barbara Vogt (White Arkitekter), Daniel Luchterhandt (Stadtplaner BDA – büro luchterhandt & partner) und Christoph May (Detox Masculinity Institute) über notwendige Veränderungen in Arbeitsstrukturen.

Sie plädierten für demokratische und kollektive Entscheidungs- und Beteiligungsprozesse, hinterfragten die Präsenzkultur und sprachen über den Umgang mit Arbeitszeit sowie die Einführung einer Frauenquote bzw. einer „Männerobergrenze“ (Christoph May), um den trägen Prozess der Gleichstellung zu beschleunigen. Wissen und Aufklärung bei männlichen Kollegen könnten helfen, hinderliche Strukturen zu überwinden und die Kompetenzen von Architektinnen gleichzustellen.

Panel 2: Baustellen der Gleichstellung. Strukturen verändern & Chancen schaffen.

Podium:
• Barbara Vogt – @whitearkitekter
• Nadja Stachowski – @gmp.architects
• Dr. Sandra Schuster – @architecture.tum
• Christoph May – @detoxmasculinity
• Daniel Luchterhandt – Stadtplaner BDA – @bueroluchterhandt

Obwohl Gleichstellung zunehmend diskutiert wird, sind Frauen in der Architektur – insbesondere in Führungspositionen – nach wie vor unterrepräsentiert. Das Panel fragt, welche Bedingungen nötig sind, damit Architektinnen ihr Potenzial ausschöpfen und Karrierehürden überwinden. Im Fokus stehen Themen wie fehlende Vorbilder, unzureichende Förderstrukturen, wirtschaftlicher Druck in Büros, tradierte Rollenmuster und branchenspezifische Barrieren.

Diskutiert werden konkrete Strategien wie Mentoringprogramme, Gleichstellungschecks und Quotenregelungen. Auch die Rolle der Männer, politische Rahmenbedingungen und neue Modelle zur Vereinbarkeit von Beruf und Care-Arbeit werden beleuchtet. Das Panel fragt: Welche Schritte führen zu echter Gleichstellung in der Architektur – und wie setzen wir sie gemeinsam um?

Moderation: Dr. Jasmin Sohnemann
Konzeption und Organisation: Anna Schuster (BDA Hamburg)
Kuratorinnen: Alexandra Bub und Uta Beißert (BDA Vorstand)
Kommunikation: Maja Mijatović
Fotos: © Franziska Neumaier

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