Traditionell oder fortschrittlich? Männlichkeit in Wirtschaft & Beruf
Format: Keynote, Workshop, Fortbildung, Training
Auf dem Wirtschaftsgipfel im Kanzleramt im Juli 2025 waren 61 deutsche Großunternehmen eingeladen. Nur vier davon werden von Frauen geführt. Das Gruppenfoto sorgte für viel Kritik und hätte kaum deutlicher zeigen können, wie männlich dominiert die deutsche Wirtschaft noch immer ist.
Gemeinsam wolle man pro Jahr etwa 210 Milliarden Euro investieren, hieß es. Klingt viel? Hier ein Vergleich: Die unbezahlte Care-Arbeit von Frauen liegt aktuell bei 826 Milliarden Euro pro Jahr und damit fast viermal so hoch. Wieso gibt es dazu keinen Gipfel im Kanzleramt? Nach einer Studie des DGB können 53 Prozent aller berufstätigen Frauen langfristig nicht von ihrem Einkommen leben, das ist mehr als jede zweite (!) Frau in Deutschland.
Die meisten Männer sind überrascht, wenn sie solche Zahlen hören. Sie machen sich oft keine Gedanken darüber, weil sie täglich von der Fürsorgearbeit Ihrer Partnerinnen, Kolleginnen und Mütter profitieren. Sie nehmen deren finanzielle Abhängigkeit und Doppelbelastung größtenteils als gegeben hin und starten Ihre Karrieren so direkt an der Ziellinie.
Wie also können wir mit männlichen Kollegen und Führungskräften über patriarchale Privilegien ins Gespräch kommen? Was sollten Männer tun, um sich für ein macht- und männlichkeitskritisches Arbeitsumfeld zu engagieren? Und wie verändert es die Unternehmenskultur, wenn Männer für Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion aktiv werden?
INHALTE & ABLAUF
1. Männliche Strukturen
Männern fehlt oft das nötige Wissen, das Bewusstsein und damit auch die Empathie für die diskriminierende Lebensrealität von Frauen und queeren Menschen. Wir wollen Sie deshalb zunächst mit den wichtigsten Machtdynamiken und Privilegien in Wirtschaft und Industrie vertraut machen, damit sie ein grundlegendes Verständnis für männlich dominierte Strukturen und deren toxische Auswirkungen entwickeln.
2. Männerbilder
In einem zweiten Schritt besprechen wir eine Auswahl von Business-Männlichkeiten in Filmen, Serien und Popkultur, die unser Bild vom Manager und Dealmaker prägen. Vom Großunternehmer über den Mittelständler bis zum Angestellten. Wie stark beeinflussen diese Bilder unsere Männlichkeitsperformance in der Wirklichkeit? Und was können wir von queeren und weiblichen Erfolgs- und Unternehmensgeschichten lernen?
3. Kritische Männlichkeit
Gewinn oder Gesellschaft? Dominanz oder Diskussion? Führen oder fördern?
Unser Schwerpunkt liegt in der Praxis, in der Anwendung: Was können Männer konkret tun für gleiche Bezahlung, faire Meetings und mehr Sichtbarkeit für die Arbeit von Frauen und queeren Menschen? Wie können sie soziale Verantwortung übernehmen in Bezug auf Elternzeit, Care-Arbeit und Jobsharing? Und wie kann man die Gleichstellungsarbeit um männlichkeitskritische Awareness und Fortbildungen erweitern? Zentral steht hier die Frage, wie Männer ihre Privilegien nutzen können, um sich als Verbündete für queere und weibliche Rechte stark zu machen.
FÜR WEN?
Unternehmen, Führungskräfte & Einzelpersonen
FORMAT?
Keynote, Workshop, Fortbildung oder Training
WO?
In Präsenz oder als Online-Session
Das Angebot richtet sich an alle Geschlechter und will vor allem männlich sozialisierte Personen erreichen. Im Anschluss erhalten die Teilnehmer:innen eine Sammlung von Lektüre-, Musik-, Serien- und Filmempfehlungen sowie Video Essays zum Thema.
Zur Buchung und für weitere Fragen schreiben Sie mir eine Mail an detoxmasculinity@gmail.com oder rufen Sie mich an unter 0177 5066811.