







Männlichkeitswahn als demokratische Gefahr
Wie rechte Rudel und konservative Männerbünde die politische Zukunft bedrohen
Vortrag und Gespräch mit Männerforscher Christoph May @detoxmasculinity am Freitag, 10. April 2026 19.30 Uhr in Halle! Organisiert von Geraldine Mormin, Bildungsreferentin der Heinrich Böll Stiftung Sachsen-Anhalt.
Der Erfolg der extremen Rechten speist sich nicht zuletzt aus dem Mythos der „bedrohten männlichen Überlegenheit“. Rechte und konservative „Männerbünde“, als Fachbegriff für eine „eingeschworene“ Männergemeinschaft, bilden dabei weltweit das Fundament für autoritäre Bewegungen und verfügen über ein hohes antidemokratisches Potential. Sie blockieren Gleichstellung, Diversität und Klimaschutz und legitimieren Misogynie, Rassismus, Faschismus und Verschwörungstheorien.
Was genau sind diese rechten Rudel und konservativen Männerbünde? Wodurch genau bedrohen sie demokratische Errungenschaften und zementieren strukturelle Ungleichheit in Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien?
Und was steckt da eigentlich noch alles dahinter: Welche Privilegien genießen Männer nur deshalb, weil sie männlich sind? Warum sind männliche Privilegien für Männer oft ein blinder Fleck? Und wie können wir in diesen Zeiten Männer in relevanter Zahl für den feministischen Diskurs zu gewinnen?
Ein Abend für alle, die verstehen wollen, warum Männlichkeit heute auch ein demokratisches Thema ist – und wie wir gemeinsam neue Wege gehen können.
Ort: Lernwerkstatt Erziehungswissenschaften, Raum 020, Franckeplatz 1, Haus 31. Der Ort ist barrierefrei zugänglich. Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Die Veranstaltung findet gemeinsam mit der @lernwerkstatthalle Lernwerkstatt Erziehungswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg statt.

Kritische Männlichkeit als Chance (in der politischen Bildung): Repräsentation, Macht und Strategien gegen toxische Narrative
Online- Workshop mit Christoph May vom Institut für Kritische Männlichkeitsforschung @detoxmasculinity Freitag, 10. April 2026, 9.30 – 13 Uhr in Halle via Zoom. Organisiert von Geraldine Mormin, Bildungsreferentin der Heinrich Böll Stiftung Sachsen-Anhalt.
In diesem interaktiven Workshop setzen wir uns kritisch mit aktuellen Männlichkeitsbildern und hartnäckigen männlich dominierte Strukturen auseinander. Warum fehlen weibliche und queere Vorbilder in Medien und Popkultur? Warum suchen junge Männer zunehmend rechte Antworten auf ihre Fragen nach Identität und Zugehörigkeit? Und wie sprechen wir unter Männern und mit (jungen) Männern, um einen kritischen Blick auf die eigenen Prägungen zu werfen?
Gemeinsam analysieren wir, welche Rolle Männlichkeitsbilder für die politische Orientierung spielen, welche Strategien rechte Akteure gezielt gegenüber jungen Männern verfolgen und wie (politische) Bildung, Zivilgesellschaft oder Jugendarbeit auf Antifeminismus und toxische Männlichkeitsbilder reagieren können.
Der Workshop richtet sich an Multiplikator*innen aller Geschlechter aus der politischen Bildung, Jugendarbeit, Sozialarbeit und alle Interessierten, die sich mit den Herausforderungen und Chancen kritischer Männlichkeitsarbeit auseinandersetzen möchten.
Experte: Christoph May. Männerforscher, Berater und Dozent. Er hat 2016 gemeinsam mit der Schriftstellerin Marie Louise May das Institut für Kritische Männerforschung gegründet. Er hält Vorträge und gibt Workshops zu Toxischer Männlichkeit sowie Seminare über Männerbünde, Männerbilder und Kritische Männlichkeit.
Anmeldung: Per Email unter anmeldung@boell-sachsen-anhalt.de oder per Telefon unter 0345 2023927
Ausschlussklausel: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch sexistische, rassistische, nationalistische, antisemitische, antimuslimische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen und Symboliken in Erscheinung getreten sind, die Teilnahme an der Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Dies gilt auch, wenn eine Teilnahmegebühr bereits gezahlt wurde.

