







Das kalte Männerherz Kunstmuseum Stuttgart
Welche Aspekte von Männlichkeit aus dem Märchen »Das kalte Herz« sind noch heute relevant? Wie werden diese Stereotype in Bildern vermittelt, und wie können sie dekonstruiert werden
Organisiert von Dierk Höhne, Anne Odenthal, Sheda Stefani Shah & Amelie Kruse | Kunstmuseum Stuttgart @kunstmuseumstuttgart
„Am Samstag, den 20. Juni, ist das Institut für kritische Männerforschung bei uns zu Gast. In einem Workshop und einem Vortrag setzen wir uns gemeinsam mit Männerforscher Christoph May mit der Darstellung von Männlichkeit in der Gegenwart auseinander
Detox Masculinity | Workshop & Vortrag 📍 Kunstgebäude Stuttgart ⏰ Samstag, 20. Juni 🔧 Workshop: 11–15 Uhr / 10 € 🎤 Vortrag: 18–20:30 Uhr
1. Foto: Pol Taburet | „Because He Spoke“ 2025
4. Foto: Tracey Emin | „Love poem for C.F“ 1993 – 1997
5. Foto: Annette Kelm | „Menschenrecht statt Männerrecht“ 2014
Das kalte Herz
Das Kunstmuseum Stuttgart präsentiert im Kunstgebäude am Schlossplatz eine Ausstellung, die das Märchen »Das kalte Herz« von Wilhelm Hauff (1802–1827) erstmals in den Kontext zeitgenössischer Kunst stellt.
Die Schau nimmt das gleichnamige Märchen als Ausgangspunkt, um die Beziehung von Identität und sozialer Stellung zu reflektieren. Hauff schildert die Folgen, die die Industrialisierung und der sich beschleunigende Kapitalismus zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf die Gesellschaft haben, als individuelle Geschichte von Geldsucht und emotionaler Isolation. Die 1827 erschienene Erzählung ist eine Allegorie auf eine Welt im Wandel: Bestehende Moralvorstellungen geraten ins Wanken, mit den erwachenden materiellen Ansprüchen wachsen die Ängste, an Gesellschaftsfähigkeit einzubüßen.
Anhand von Werken zeitgenössischer Künstler:innen – darunter zwei Neuproduktionen, die sich explizit mit dem Text beschäftigen – präsentiert die Ausstellung eine aktualisierte Lesart der im Märchen angelegten Leitmotive Identität, Gewalt und Heilung, Affekt sowie ökologische Ausbeutung vor dem Hintergrund des aktuellen Zeitgeschehens.
Künstler:innen
Kader Attia, Tracey Emin, Jakob Grünenwald, Jenny Holzer, Jesper Just, Friedrich von Keller, Rasmus Myrup, Gabriela Oberkofler, Julius Pristauz, Ricarda Roggan, Erik Sturm, Pol Taburet, Rosemarie Trockel, Troika, Nora Turato
